Bei Technikfragen….

…bin ich ganz schnell raus! Ich kann nichts außer „resetten“, sprich: Stecker ziehen und dann das Beste hoffen. Damit habe ich auch schon sehr schöne Erfolge erzielen können, aber stoße doch schnell an Grenzen. Wenn das Netzwerk zusammenbricht, der Drucker nicht mehr druckt, der neue Router kein Internet liefert und ich mit der Hotline am Ohr verzweifelt nach einem Splitter suche, von dem ich noch nicht einmal ansatzweise weiß, wie er aussehen könnte, wenn der eine Rechner „Medienfehler“ meldet und gar nichts macht, der andere nicht hochfährt oder erst beim dritten Versuch nach gutem Zureden, die Maus nicht mehr über den Bildschirm sausen möchte oder die Tastatur sich verabschiedet, wenn ich nur noch mündlich bestellen kann und sich dabei die Kunden im HV knubbeln, dann bin ich vor allem eines: Verzweifelt! Mit Nerven, zum Zerreißen gespannt, vibrierend vor Nervosität und gerne schreiend an irgendeiner Hotline. Da soll man nun Beratungsleistung  erbringen! Also ich nicht so richtig…

Notdienst

Ein Frühlingssonntag in der Apotheke. In der Hochsaison, die sich zusammensetzt aus einem bunten Mix von Heuschnupfen, grippalem Infekt, Kopfläusen – etwas früh – Bindehautentzündungen und den ersten Verbrennungen am Grill von Leuten, die es nun gar nicht abwarten können. Die Sache plätschert so dahin, die Lieferung vom Vortag ist verbucht und weggeräumt, die Uhr geht und geht nicht voran, die Ankunft der ablösenden Kollegin ist noch fern. Und morgen geht die normale Woche los, was eine Arbeitszeit von dreizehn Tagen in Folge bedeutet. Was habe ich mir da nur ausgesucht, ich Depp! Zum Glück kommt heute Abend wenigstens ein Tatort aus Köln…

Erst bützen, dann niesen

Da ist er wieder vorbei: Der zuverlässige Umsatzbringer Karneval! Während der Session die aus dem letzten Loch pfeifenden Mitglieder des Gefolges eines Dreigestirns, Prinzen oder Prinzenpaars, die nach einigen mit Terminen vollgestopften Wochenenden mit dem einen oder anderen alkoholischen Getränk die Waffen strecken müssen. Dazu humpelnde Funkemariechen, heisere Leadsänger irgendwelcher Bands,  gestresste Zugleiter und schwächelnde Sitzungspräsidenten. Alle kommen jedes Jahr wieder. Danach tritt das Fußvolk auf: Zuviel gebützt, zuviel getrunken, zuviel Körperkontakt und dann am Zugweg beim Kamelleschnappen erbärmlich gefroren: Irgendwann haut das den stärksten Jecken aus den Schuhen. Jedes Jahr aufs Neue. Wer ist es schuld? Na klar: Der Nubbel! Darum hat man ihn auch Aschermittwoch erbarmungslos verbrannt!