Notdienst – schon wieder!

Im Kammerbereich Nordrhein ist der Notdienst neu geregelt worden:  Die Bezirke wurden aufgelöst und ein Computerprogramm verteilt die Dienste ziemlich gerecht auf alle Apotheken so, dass die diensttuenden für sämtliche Patienten gut zu erreichen sind. Alles ganz toll! Nur: Die Dienste verteilen sich total unregelmäßig über das Jahr. Mal hat man mehrere kurz hintereinander, mal fast einen Monat gar keinen. Das führt bei mir zwangsläufig zu Alpträumen, in denen ich von der Kammer angerufen werde, weil schmerzgepeinigte Patienten in dunkler Nacht vor der Tür der Apotheke standen und ich den Dienst vergessen hatte. Konventionalstrafe, Gefängnis, Entzug der Approbation…bis ich mit hämmerndem Herzen glücklicherweise erwache. Während ich früher immer schon wusste, dass ich bald wieder einmal fällig war, muss ich jetzt scharf den Kalender im Auge behalten. Und wenn mein Blick dann auf den Oktober fällt, bekomme ich nervösen Ausschlag: Drei Dienste, und zwar zwei Sonntage(!) und ein Samstag. Von vier Wochenenden drei im Eimer! Wer hat das programmiert? Wenn ich den erwische!

Triefnasen

Die Bevorratung mit Heuschnupfenpräparaten ist ein ganz heikles Feld! In manchen Jahren schlägt man so richtig zu, die ganze Sichtwahl steht voll mit Livocab, Allergodil, Cetirizin und Loratadin, homöopathischen und naturheilkundlichen Alternativen und was dann so kommt ist –  gar nix. Einige wenige stehen mit roten Augen am HV-Tisch, von Atemnot keine Spur, ein paar laufende Nasen und das war es dann schon. Frustriert schaut man auf die bemerkenswert kurzen Laufzeiten der vielen übrig gebliebenen Packungen und hofft auf die wie immer enthusiastisch in die Hand versprochenen Rückgaberegelungen der diversen Hersteller. So ähnlich war das bei uns im vorigen Frühjahr, deshalb war ich dieses Mal etwas vorsichtiger. Und was soll ich sagen….wieder verkehrt! Alles fott, wie der Rheinländer sagt. Wie man es macht ist es falsch!