Impfungen

Ganz politisch unkorrekt sage ich mal Folgendes: In der Ex DDR kann der Mangel kaum schlimmer gewesen sein als zur Zeit bei uns. Seit sich Firmen über Firmen auf unserem Arzneimittelmarkt tummeln, die zum Teil offensichtlich keine einzige eigene Tablettenpresse besitzen, geht es drunter und drüber. Mal ist kein L Thyroxin lieferbar, mal kein Voltaren (!), allein heute tummeln sich 44 Defekte in unserem Bestellauftrag. Da wird sich um Rabattverträge gekloppt mit dem Resultat, daß der einzig genehme Lieferant nicht liefern kann. Besonders prekär ist die Lage bei Impfstoffen. Gestern wurde Repevax geliefert, nach mehreren Monaten Wartezeit, von Infanrix IPV HIB wollen wir erst gar nicht reden, unserer ortsansässige Kinderärztin kriegt zuviel! Nach anfänglichem Enthusiasmus  über die atemberaubend frühe Lieferung des Grippeimpfstoffs folgte zackig die Ernüchterung: Es handelte sich um eine Teillieferung, die für die zweite Teillieferung vorgesehene Menge wurde nochmal in zwei Teillieferungen aufgesplittet und der Liefertermin nach hinten verschoben. Ob dieser gehalten wird, bleibt natürlich unklar. Und da wird die Impfmüdigkeit in der Bevölkerung beklagt – Können vor Lachen!