Bekleidungsfragen

Der Fortschritt macht nun einmal nicht halt – auch nicht vor Apotheken. Und so sieht man auch in der Gewandung des Apothekers den Zeitenwandel. Ehemals gab es nicht nur ausschließlich den gestärkten weißen Kittel mit gefälligem Stehkrägelchen, nein, es war auch klar, dass derselbe stets bis obenhin geschlossen zu tragen war. Erste Risse in die propere Fassade kamen, als die  flotten jungen Apotheker mit wehendem offenen Kittel durch die Offizin zu sausen begannen. Dann war der Niedergang der stehkragenbewehrten Uniform nicht mehr aufzuhalten und heute, da schlägt man sich neben den elementaren Fragen der Winterbevorratung und der Gestaltung der Sichtwahl auch noch damit herum, was man anzieht im Dienst: Alle das gleiche? Jeder was er will? Weiße Hosen? Farbige Polos? Oder T-Shirts? Und welche Farbe? Fragen über Fragen, und „Probleme“, die früher kein Mensch hatte. Wer es wissen will: Wir wechselten von weißen Hosen mit blauen Oberteilen jetzt zu grasgrünen Shirts, alle gleich, wegen der Corporate Identity. Sehr schick.